Mahler-Scartazzini-Zyklus IV und V, Strawinskys Sacre, Variationen in der Elbphilharmonie, Uraufführung von Bent Sorensen, Hugo Wolf mit Artist in Residence Benjamin Appl im Konzert und auf CD, Festival Bachwochen Thüringen - große Herausforderungen und unvergessliche Erlebnisse in dichter Folge!
Beifallsstürme für Scartazzinis "Einklang" und Mahlers 5. Sinfonie
"Unter der hochkonzentrierten, motivierenden Leitung von Simon Gaudenz gelang der Jenaer Philharmonie eine maßstabsetzende Interpretation von Mahlers 5. Sinfonie in cis-Moll.
Das Publikum feierte mit langem, stürmischem Applaus Andrea Scartazzini für die Uraufführung von „Einklang“ und Simon Gaudenz und die Jenaer Philharmonie für ihre exzellente Aufführung der beiden Scartazzini-Stücke und der 5. Sinfonie von Mahler."
OTZ, 21.05.2022
Weiterlesen...
Simon Gaudenz und „seine“ Jenaer demonstrieren ihr Format
"Womöglich hätte man zum Auftakt-Wochenende des Festivals das Gastspiel der Jenaer Philharmonie in der Arnstädter Bachkirche nur als unterhaltsames Interludium zwischen zwei internationalen Top-Acts angesehen, zumal die angekündigte Star-Sopranistin Nuria Rial krankheitshalber fehlte. Doch zum einen wird da die Katalanin so kurzfristig wie exzellent durch die ungemein agile, prononciert artikulierende Julia Sophie Wagner vertreten, zum anderen verblüfft die Jenaer Philharmonie durch ihre mitreißend spielfreudige, glänzend geschliffene Musizierweise.
Das ist keine Landpartie, die Jenaer spielen im Stehen und äußerst alert, von ihrem gewitzten Chefdirigenten Simon Gaudenz inspiriert, zwei Sinfonien der Bach-Söhne Johann Christian und Carl Philipp Emanuel sowie die Begleitung zu einer Handvoll Arien Haydns, als gälte es, sich fürs internationale Festspielgeschehen zu empfehlen. Unmerklich sind sie da aber schon angekommen, denn im Niveau unterscheiden die Bachwochen sich von den Festivals im Rheingau und Schleswig-Holstein, in Leipzig und Dresden längst nicht mehr."
OTZ, Wolfgang Hirsch, 11.04.2022
Elbphilharmonie: Ein starker Auftritt der Hamburger Camerata
"Die Haydn-Variationen von Brahms fesseln mit ihren Charakterwechseln, die Dirigent Simon Gaudenz plastisch modelliert. Das Choralthema gibt sich zunächst feierlich, dann beschwingt, flott oder gespenstisch und scheint auch mal zur Jagd zu blasen. Hörner und Oboen setzen die Glanzpunkte einer lebendigen Interpretation."
Hamburger Abendblatt, 09.06.2022